Einladung zum Online-Talk am 29.09.26: Rechtsruck am Küchentisch

29. September 2026

19.00 – ca. 21.15 Uhr | digital bei Zoom

Wer kennt es nicht:

Bei der Familienfeier sagt der Onkel „Am besten wäre es, wenn ein Politiker einfach mal durchregiert!“ Die Tante ergänzt „Die da oben machen doch sowieso was sie wollen.“ Und der Neffe findet „Und wenn man seine Meinung sagt, gibt’s Ärger.“

Viele Menschen erleben, dass demokratiekritische, populistische oder sogar menschenfeindliche Aussagen inzwischen selbstverständlich in alltäglichen Gesprächen geäußert werden. Häufig entsteht dabei ein Dilemma: Soll ich widersprechen? Wie kann ich reagieren, ohne die Beziehung zu gefährden? Wann lohnt sich das Gespräch – und was hilft, wenn Emotionen hochkochen?

Rechtsruck am Küchentisch – Familie als Demokratie-Ort in stürmischen Zeiten

Bei unserer Online-Veranstaltung mit Familien, Interessierten und einem Vertreter der Landeszentrale für politische Bildung NRW blicken wir auf den aktuellen Demokratiebericht für das Land NRW.

Wir gehen der Frage nach, wie jede*r Einzelne in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis mit demokratiekritischen Äußerungen umgehen kann, welche Ideen die anderen Teilnehmenden haben und was wir insgesamt für die Wahrung der Demokratie beitragen können.

Das erwartet Sie

19.00 Uhr

Beginn der Veranstaltung

Grußwort von Verena Schäffer

Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration

Einblicke in den 3. Demokratiebericht

mit Dr. Arne Hordt
Landeszentrale für politische Bildung NRW

Handlungsoptionen und Austausch

Wie kann Familie ein Ort gelebter Demokratie sein?

circa 21.15 Uhr

Ende der Veranstaltung

Moderation

Andrea Blome  |  Journalistin

Warum ist das so wichtig?

Der dritte Demokratiebericht Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Demokratie als Staats- und Lebensform zwar nicht akut bedroht ist, ihr Fundament jedoch Risse bekommt. Rund 42 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen gehören zu den sogenannten „fragilen Demokrat:innen“: Sie vertreten gleichzeitig demokratische und undemokratische Einstellungen. Besonders bei jüngeren Menschen und in der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen ist die Zufriedenheit mit der Demokratie in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Zukunftssorgen, wirtschaftliche Unsicherheit und das Gefühl mangelnder Teilhabe wirken sich zunehmend auf das Vertrauen in demokratische Institutionen aus. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich: Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich beteiligen und demokratische Werte im Alltag praktizieren.

04 August, 2026
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